#StopptDenStraßentod
Protest #StopptDenStraßentod für die im Jahr 2018 im Straßenverkehr getöteten Menschen im Straßenverkehr

Während der Protest-Performance #StopptDenStraßentod am Freitag den 14. Juni 2019 haben wir das Mahnmal der Bundesrepublik Deutschland für die im Straßenverkehr Getöteten symbolisch enthüllt. Das Mahnmal soll vor dem Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur, der politisch und administrativ verantwortlichen Behörde für die Herstellung von Systemsicherheit im Straßenverkehr, errichtet werden.

Das M steht hier als Platzhalter für das Mahnmal der Bundesrepublik Deutschland. Neunmal täglich wird in der Bundesrepublik Deutschland durch den Straßentod eine Lücke in eine Familie gerissen. Jede dieser Toten wird in einer Statistik versteckt und mit viel „wir müssen“ und „jeder Tote ist einer zu viel“ beiseite geschoben und ignoriert. So wird den Getöteten nicht nur ihr Leben sondern auch noch ihre Würde als Person genommen.

3265 Getötete im vergangenen Jahr, über 700.000 Getötete seit 1949 auf den Straßen Deutschlands. Das ist die Bewohner*innenschaft zweier Berliner Bezirke, fast so viel wie Menschen in Frankfurt wohnen – und es gibt keinen zentralen Ort der Trauer für all dieses Leid, all die Angehörigen, Freund*innen, Kolleg*innen der Getöteten.

Wir fordern,

  • dass die Bundesregierung und der Bundestag sich zu ihrer Systemverantwortung bekennen und endlich kurz-, mittel- und langfristige konkrete Maßnahmen und Ziele zur Umsetzung der Vision Zero ergreifen
  • dass die Bundesregierung und der Bundestag endlich Anstand gegenüber den Getöteten und ihren Hinterbliebenen zeigen und ihnen nicht auch noch die Würde nehmen, indem sie zu einer Zahl in der Statistik werden
  • dass genau hier, wo die politische und administrative Verantwortung für die Herstellung von Systemsicherheit im Straßenverkehr sitzt, ein zentrales Mahnmal der Bundesrepublik Deutschland für die im Straßenverkehr Getöteten errichtet wird.